Klasse & Familie

Ordnung: —
Familie: Nachtschattengewächse
Gattung: Spaltblumen
Art: Schizanthus wisetonensis

Deutscher Name

Bauernorchidee

Herkunft

Die wild wachsenden Vorfahren der einjährigen Bauernorchidee stammen aus den kargen Hochebenen Chiles. Das macht sie widerstandsfähig gegen Hitze wie gegen Kälte und prädestiniert sie für die erste Frühjahrsbepflanzung.

Bauernorchidee – Die Orchidee, die keine ist

 

Auch wenn ihre farbenprächtigen Blüten an die filigrane Schönheit der Orchideen erinnern – der Name täuscht. Botanisch gesehen ist die Bauernorchidee keine Verwandte der Orchideengewächse. Ihrer Familie nach ist Schizanthus wisetonensis, so ihre botanische Bezeichnung, eine Pflanzenart aus der Gattung der Spaltblumen in der Familie der Nachtschattengewächse.

Zuweilen wird die Bauernorchidee fälschlicherweise mit dem aus dem Himalaya stammenden Springkraut, Impatiens glandulifera, verwechselt. Doch im Gegensatz zu jener verwilderten Zierpflanze, die sich durch Versamung hierzulande stark ausbreitet, vermehrt sich die Bauernorchidee nicht – vielmehr schätzt sie die friedliche und verträgliche Blüten-Gemeinschaft in Kübel und Beet.

Schon Mitte bis Ende März kann die Bauernorchidee nach draußen gepflanzt werden. Auch eventuelle Spätfröste später Eisheiliger können ihr nichts anhaben. Selbst Temperaturen bis -7°C übersteht sie unbeschadet. Damit empfiehlt sie sich für die frühe Topf-Bepflanzung im Freien. In Freilandbeete kann sie ab Mitte April gepflanzt werden.

Schizanthus wisetonensis trägt fünfzählige, aus zwei spiegelgleichen Hälften bestehende Blüten. Ihr Farbspektrum umfasst drei Variationen mit Weiß: lebhaftes Rot-Weiß, tiefes Violett-Weiß und kräftiges Rosa-Weiß.

 

Die mehrfarbigen Varianten weisen eine auffällige Zeichnung der Blütenmitte, ein gelb-schwarz gefärbtes, sogenanntes „Blütenauge“ auf. In den einfarbigen Varianten strahlt die Bauernorchidee in zarten Rosa-Tönen, leuchtendem Rot und edlem Rein-Weiß. Der farbenfrohe Blütenreichtum ist ihr größtes Kapital. Allen Variationen gemeinsam ist die ganz besondere Intensität ihrer Blütenfarben.

Seit der Renaissance der Bauerngärten schmücken die farbenprächtigen Bauernorchideen zur Oster-Saison Balkon, Terrasse, Tische und Bänke, dekorieren Eingangsbereiche, Treppenstufen und Haustüren. Sie bevorzugen halbschattige Standorte. Dort gedeihen sie prächtig und entwickeln ihre ganze Blühkraft.

Als Solitär im Topf, in Gruppen auf der Terrasse oder prachtvoll blühend im Gartenbeet – drinnen wie draußen schafft der hübsche Frühjahrsblüher bis weit in den Sommer hinein idyllische Blüten-Inseln im romantischen Natur-Look.

Mit ihrem unkomplizierten Wesen und dem Talent für zahllose Einsatzmöglichkeiten im Innen- und Außenbereich passt die Bauernorchidee in die Zeit: Pflanzen mit natürlichem „Wildcharakter“ haben Hochsaison. Balkons, Terrassen und Gärten werden üppig ländlich-rustikal angelegt und verzaubern mit dem Charme verwunschener Natur-Paradiese.